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Wohnheim für Menschen mit einer seelischer Behinderung

Bei Menschen mit chronisch – rezidivierendem Krankheitsverlauf sind Veränderungen im Hilfebedarf die Regel. Deshalb soll die Hilfe so flexibel organisiert werden, dass Art, Umfang und Ort entsprechend dem Bedarf verändert und die Person in ihrem Lebensumfeld integriert bleiben kann. Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg von Eingliederung, Rehabilitation und Behandlung  ist die Berücksichtigung der menschlichen Grundbedürfnisse nach sozialer Verwurzelung durch eine eigene Wohnung und die Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes. [1]

Die Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Sehen diese fachlich gesicherten Erkenntnisse als Prämissen ihrer Arbeit an.

Das Recht auf eine individuelle Wohnform am Herkunftsort soll mit dezentralen Wohnangeboten gestärkt werden. Je nach Teilhabebedarf können die Leistungsangebote kombiniert werden.

  • Die Leistungsangebote beziehen sich auf die Lebensbereiche: Wohnen, Arbeit, Freizeitgestaltung und können bei Bedarf durch Pflege ergänzt werden.
  • Sie werden kompetent, zeitnah, mit großer Fachlichkeit und individuell personenzentriert erbracht.
  • Am Alltag orientierte tagesstrukturierende Angebote sind ein zentraler Teil des Leistungsangebotes.
  • Selbstbestimmung und Eigenverantwortung  sind zu fördern.
  • Alle Leistungen sollen in der Versorgungsregion individuell erbracht werden. 
  • Die Teilhabeleistungen werden im Gemeindepsychiatrischen Verbund vernetzt erbracht
  • Gemeindenahe, gut koordinierte Dienstleistungen stellen ein geeignetes Instrument zur Krisenprävention da.

Im Einzelnen werden folgende Leistungsbereiche erbracht, die sich an den von der Aktion Psychisch Kranke erarbeiteten  Vorlagen orientieren: [3,41]

Derzeit betreuen die begleitenden psychiatrischen Dienste ihre Klienten im Rahmen der Eingliederungshilfe an unterschiedlichen Standorten und es wird besonders im stationären Bereich drauf wertgelegt dass es sich hier um kleine Wohngemeinschaften handelt.

  • Wir betreuen im Haus am Mühlenberg in Löhlbach zehn Klienten auf drei Etagen
  • Im Haus an der Wohra in Haina leben fünf  Klienten zusammen und in den neu erbauten Wohngruppenhäuser an der Grauhecke im Neubaugebiet von Haina leben 20 Personen jeweils in vier Fünfer-Wohngemeinschaften.

Besonderes Einzelstellungsmerkmal im Landkreis Waldeck Frankenberg ist hier, dass wir fünf Menschen mit einen Unterbringungsbeschluss nach §1906 BGB im beschützten Rahmen versorgen.

Hier im stationären Wohnen bieten wir ausschließlich Einzelzimmer mit eigener Nasszelle an, in jeder Wohngruppe befinden sich darüber eine Küche und ein Gemeinschaftsraum.

Die Zimmereinrichtung soll individuell sein, eigene Möbel können gerne mitgebracht werden, wenn gewünscht können aber auch Möbel von den BPDE gestellt werden.

Die Wohngruppe wird als Prinzip der Lebensnormalität als zentraler Ort und Mittelpunkt gerückt. Sie ist Grundlage für regelmäßige persönlicher Beziehung am Lebensort. Sie dient als gesicherter Ruhe- und Rückzugsraum.

Am Ziel des selbständigen Wohnens ist die therapeutische Leistung auszurichten.

Bei verändertem (verringerten) Hilfebedarf sollte ein Wechsel in das betreute Wohnen angestrebt werden.

[1] Heinrich Kunze, Peter Krukenberg, Aktion Psychisch Kranke, Bonn, April 1999: Von Institutions- zu personenzentrierten Hilfen in der psychiatrischen Versorgung, Band 116/II Schriftenreihe des Bundesgesundheitsministerium für Gesundheit, Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden

[3] Der Personenzentrierte Ansatz in der psychiatrischen Versorgung – individuelle Hilfeplanung (IBRP) und personenzentriert-integriertes Hilfesystem, Aktion Psychisch Kranke (Hg.) 2005

[4] Personalbemessung für ein Komplexleistungsprogramm "Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Menschen" (Personalbemessungsbogen) c 11-2004 Aktion Psychisch Kranke