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Pressemeldungen 2010

 

Vitos Haina nutzt neue Blistertechnik

 Aktuell gibt es im Bereich der Pflege zwei große Themen. Zum einen ist es der enorme Kostendruck und die Sparzwänge, zum Anderen gibt es inzwischen einen erheblichen Mangel an Pflegepersonal. Um den aktuellen Realitäten des Gesundheitssystems Rechnung zu tragen gehen die Einrichtungen der Vitos Hessen neue Wege. Mit neuen innovativen Pflegekonzepten will man bei gleichzeitiger Qualitätsverbesserung und Entlastung des Pflegepersonals auch noch kostengünstig die Patienten und Bewohner versorgen.

Ein Baustein dabei ist die Versorgung mit Arzneimitteln über eine regionale Apotheke, die eine patientenindividuelle Versorgung mittels sogenannter Blistertechnik durchführt. Dabei erhalten die Bewohner ihre Medikamente schon zu jedem vom Arzt festgelegten Einnahmezeitpunkt fertig in kleine Sachets eingepackt. So kommt es zu keinen Verwechslungen und Arzneimittel werden auch für jeden Patienten im Vorfeld auf Nebenwirkungen und Wechselwirkungen überprüft. Neben dieser hohen Sicherheit weiß sowohl Patient als auch pflegendes Personal immer, welches Arzneimittel eingenommen wird.

In der Region Marburg – Frankenberg bietet diesen örtlichen Service der patientenindividuellen Verblisterung die Lahn-Apotheke in Marburg und die Löwen-Apotheke in Frankenberg an. „Für eine Versorgung der Patienten mittels unserer Technik ist es nötig, dass der Patient immer innerhalb höchstens einer Stunde erreichbar ist“, so Apotheker Junk, der Inhaber der Apotheke. Denn wird einmal ein dringendes Arzneimittel gebraucht, muss es häufig schnell gehen.

„Mit der Umstellung auf dieses System gewinnen wir bei gleichzeitiger Qualitätsverbesserung zeitliche und personelle Ressourcen“ so Erwin Gruber, therapeutischer Leiter der begleitenden psychiatrischen Dienste der Einrichtungen von Vitos Haina. Die knappen Pflegekräfte können sich so vermehrt um andere Aufgaben kümmern und haben mehr Zeit für die Bewohner.

Im Rahmen einer feierlichen Übergabe stellte die Lahn-Apotheke am 28.5.2010 der Wohneinheit im Rosengarten in Haina ein speziell für geschlossene Einrichtungen konzipiertes Medikamentensystem zur Verfügung. „So kann man den Versorgungswagen auch einmal auf dem Flur stehen lassen, wenn ein Patient ruft, ohne Gefahr zu laufen, dass sich ein anderer Bewohner bei den Arzneimitteln bedienen kann“, so Gruber.

Für den neuen Geschäftsführer von Vitos Haina, Herrn Ralf Schulz, ist das neue Versorgungskonzept Teil einer im Unternehmen großgeschriebenen Qualitätsoffensive. „Wir zeigen hier, dass neue innovative Prozesse Kosten sparen und trotzdem die Qualität steigern können“, so Schulz.

Vitos ist in Sachen patientenindividueller Arzneimittelversorgung in Hessen eine der ersten Einrichtungen, die systematisch auf diese neuen Versorgungskonzepte setzen. So werden auch Vitos Einrichtungen in Herborn, Hadamar und an anderen Stellen mittels der neuen Technik versorgt.

„Es ist erfreulich, dass unsere Einrichtung Vorreiter bei der Einführung neuer Qualitätstechniken ist“, so Schulz bei der Übergabe des neuen Stationswagens. Auch in der Zukunft will man verstärkt sich neuen Versorgungskonzepten öffnen und Vorreiter in der Region bleiben.



Bild: Apotheker Junk übergibt zusammen mit der Leiterin des Blisterzentrums, Frau Sabrina Knoch, den neuen Stationswagen an die Wohngruppe Rosengarten

Im Bild von links: Projektleiterin für das Projekt Verblisterung bei den Vitos begleitenden psychiatrischen Diensten Haina, Fr. Elfriede Bermann, Geschäftsführer Vitos Haina Ralf Schulz, für die Wohngruppe Rosengarten Dirk Hosbach, Fr. Knoch und Hr. Junk

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Projekttage 2010 der Wohngruppe Forsthäuser


Die Wohngruppe Forsthäuser der Vitos Heilpädagogischen Einrichtung in Haina hat in diesem Jahr bereits zum 11. Mal in Folge ihre Projekttage durchgeführt. Die Freizeitmaßnahme fand mit allen Bewohnern und Bediensteten der Wohngruppe statt und führte bereits zum neunten Mal hintereinander an den Ferienpark Teichmann am Edersee. Durch die Vielzahl der Möglichkeiten auf und um den Edersee und der wunderschönen Landschaft des Nationalparks, ist jede Freizeit anders, aber immer wieder spannend und neu zugleich.

Gemeinsam hat die Wohngruppe mit viel Bewegung bei Nordic Walking, Radfahren und Wandern die Landschaft erkundet und genossen. Bei den Aktivitäten ging es nicht um Leistung, sondern darum Natur und Menschen und das soziale Miteinander zu erleben, neue Eindrücke zu gewinnen und neue Ideen zu erfahren um Kraft für den Alltag zu tanken.

Durch die relativ kleinen, autonomen Wohneinheiten, mit je 2 bis 3 Bewohnern und 1 bis 2 Mitarbeitern pro Haus, entstand dabei eine gewollte familienähnliche Wohnsituation, die von den Bewohnern sehr gern angenommen und durchaus genossen wurde. Auch die Entspannung und das gesellige Zusammensein kamen bei gemeinsamen Ausflügen, Shoppen usw. bei den Projekttagen nicht zu kurz. Einfach mal dem Alltagsstress, den auch - oder gerade - geistig behinderte Menschen tagtäglich spüren, hinter sich zu lassen und dem Stress für kurze Zeit zu entfliehen, war das Ziel der Freizeitmaßnahme. Die Naturerfahrungen und die ausgewogene Mischung aus sportlichen Aktivitäten, Relaxen und Geselligkeit förderten auch dieses Jahr erneut die sozialen und zwischenmenschlichen Beziehungen, bauten Verständnis füreinander weiter auf und machten die Freizeit trotz des eher mäßigen Wetters am Edersee wieder zu etwas Besonderem.

Gemeinsam hat die Wohngruppe mit viel Bewegung bei Nordic Walking, Radfahren und Wandern die Landschaft erkundet und genossen. Bei den Aktivitäten ging es nicht um Leistung, sondern darum Natur und Menschen und das soziale Miteinander zu erleben, neue Eindrücke zu gewinnen und neue Ideen zu erfahren um Kraft für den Alltag zu tanken.


Durch die relativ kleinen, autonomen Wohneinheiten, mit je 2 bis 3 Bewohnern und 1 bis 2 Mitarbeitern pro Haus, entstand dabei eine gewollte familienähnliche Wohnsituation, die von den Bewohnern sehr gern angenommen und durchaus genossen wurde. Auch die Entspannung und das gesellige Zusammensein kamen bei gemeinsamen Ausflügen, Shoppen usw. bei den Projekttagen nicht zu kurz. Einfach mal dem Alltagsstress, den auch - oder gerade - geistig behinderte Menschen tagtäglich spüren, hinter sich zu lassen und dem Stress für kurze Zeit zu entfliehen, war das Ziel der Freizeitmaßnahme. Die Naturerfahrungen und die ausgewogene Mischung aus sportlichen Aktivitäten, Relaxen und Geselligkeit förderten auch dieses Jahr erneut die sozialen und zwischenmenschlichen Beziehungen, bauten Verständnis füreinander weiter auf und machten die Freizeit trotz des eher mäßigen Wetters am Edersee wieder zu etwas Besonderem.

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Hainaer Psychiater nun auch zertifizierter medizinischer Sachverständiger

Dr. Wilfried Borisch, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina, der schon viele Jahre gutachtlich tätig ist, erlangte an der Uni Köln das Zertifikat zum medizinischen Sachverständigen.

Med. Sachverständige („Gutachter“) werden in zahlreichen Bereichen der gesetzlichen und privaten Versicherungen und der Rechtsprechung benötigt, um sowohl Versicherungen als auch Gerichten mit ihrem Fachwissen zu helfen, die nötigen Entscheidungen zu treffen. Es kann z.B. um die Frage gehen, ob jemand noch erwerbstätig sein kann oder gesundheitsbedingt eben nicht; oder um die Frage, ob ein Unfall Folgen hinterlassen hat, die entschädigt werden müssen oder ob eine Rehabilitationsmaßnahme erforderlich ist.

Da in diesem Zusammenhang sowohl körperliche als auch psychische Gesundheitsprobleme zu beurteilen sein können, werden Fachärzte verschiedener Gebiete als Sachverständige benötigt.

Eine qualifizierte systematische Ausbildung zum Sachverständigen gibt es bisher kaum, und auch in der universitären Ausbildung wird dieser Bereich allenfalls gestreift. Im Bereich Strafrecht, also z.B. der Frage der Schuldfähigkeit („Zurechnungsfähigkeit“) werden in der psychiatrischen Facharztweiterbildung Grundlagen vermittelt und man kann auch eine Fortbildung über die entsprechende nervenärztliche Fachgesellschaft absolvieren. In den Bereichen Zivilrecht und Sozialrecht, also z.B. zur Frage Frühberentung, Unfallschaden, Haftpflichtschaden wird eine solche Fortbildung in Köln angeboten in Kooperation der Gen Re Business School Köln, der Universität Köln und der Landesärztekammer Nordrhein, in der von hoch kompetenten Ärzten und Juristen fundierte Kenntnisse vermittelt werden, was auch für schon erfahrene Gutachter einen Gewinn bedeutet.

Dr. Borisch absolvierte im Jahr 2009/2010 erfolgreich die postgraduierte Qualifizierung zum Medizinischen Sachverständigen cpu (cpu = Certified Postgraduate Programme - University of Cologne) an der Universität Köln.



Der Geschäftsführer der Vitos Haina, Herr Ralf Schulz, bedankte sich nun bei Borisch für sein überdurchschnittliches Engagement.

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Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina Kloster baut Partnerschaft mit Klinik in den Niederlanden auf

Haina: Die Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina Kloster, eine Einrichtung der Vitos Haina gemeinnützige GmbH, plant einen regelmäßigen Austausch mit der Langdurige Forensisch Psychiatrische Zorg (=LFPZ) Pompestichting Klinik Zeeland, einer forensischen Klinik in den Niederlanden.

Erste Treffen haben bereits statt gefunden. Im Herbst 2009 war eine Delegation aus der LFPZ-Pompestichting Klinik in Haina und Gießen. Im Januar erfolgte der erste Besuch einiger Pflegekräfte aus Haina und Gießen in Zeeland in den Niederlanden.

Ziel des Austauschs ist das Kennenlernen der verschiedenen Konzepte und Sicherungsmethoden der beiden Kliniken. Speziell die Behandlung von Patienten mit eher schlechten Entlassungsprognosen ist Thema der gegenseitigen Besuche.

In der LFPZ-Pompestichting Klinik werden ausschließlich Langzeitpatienten behandelt. In Hessen gibt es keine separate Klinik speziell für Langzeitpatienten. Hier sind die Langzeitpatienten auf spezialisierten Stationen untergebracht. Aus Haina nehmen deshalb die Pflegekräfte der Stationen im Haus G6 und aus Gießen der Station G7/3 an diesem Interessenaustausch teil. Die Besuche sollen jeweils zweimal im Jahr stattfinden. Ein Besuch der Niederländer in Haina ist wieder für den Herbst 2010 geplant.


Bildunterschrift: Die Besucher aus Deutschland mit ihren Gastgebern vor der neuen LFPZ-Pompestichting Klinik in Zeeland, Niederlande v.l.: Stefan Möller (Haina), Leslie Michielsen, Jasper Boogert, Christian May (Haina), Michael Heil (Haina), Toby Nooyen, Herjo de Vos, Dirk Winter (Gießen), Gunter Bock (Haina), Chrit Custers

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Frühjahrstagung "Psychische Störungen bei geistiger Behinderung"

Haina-Kloster. Zu einer Frühjahrstagung sind seit Donnerstag 30 Fachleute aus ganz Deutschland zum Thema „Psychische Störungen bei geistiger Behinderung“ in der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zu Gast in Haina-Kloster.

Frühjahrstagung in Haina:

Frühjahrstagung in Haina:

Die Arbeitsgruppe Geistige Behinderung der Bundesdirektorenkonferenz diskutiert unter anderem über ein neues Entgeltsystem bei der Behandlung von Patienten mit Intelligenzminderung. „Geistige Behinderung an sich ist keine Krankheit“, betonte der ärztliche Direktor der Vitos-Klinik, Dr. Rolf Speier, am Rande der Veranstaltung.

Gerade Menschen mit geistiger Behinderung würden aber überdurchschnittlich oft psychisch erkranken oder in eine seelische Krise geraten. „Sie brauchen dann ein spezielles, am ehesten familiäres Behandlungsmilieu, das teurer ist als bei anderen Patienten“, erklärte Dr. Speier. (bs)

 

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    Wenn der Traum vom Ruhestand zum Alptraum wird

    Von Dr. Gisela Heimbach
    Manfred B. fieberte seiner Pensionierung entgegen: "Kein Wecker, keine Termine, kein Stress – nur Ruhe, viel Zeit für mich und meine Familie und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen." Er genoss die erste Zeit dieser herbeigesehnten "Schwerelosigkeit". Doch diese verwandelte sich nach einem halben Jahr in eine bleierne Leere. Der Kontakt zu seinen früheren Kollegen war mittlerweile eingeschlafen. Manfred B. kam morgens nur noch schwer aus dem Bett und wusste nicht so recht, was er mit dem Tag anfangen sollte. Er schaute stundenlang lustlos aus dem Fenster oder sah eine Telenovela nach der anderen. Auch die Vorschläge seiner Frau nervten ihn mehr als sie ihm halfen, etwas aus seinem Ruhestand zu machen.

    Auch der Ruhestand  benötigt ein Konzept

    So geht es Vielen, die ihren Ruhestand planlos angehen und die Freude aufs Nichtstun überwiegt. Aber auch dieses letzte Lebensdrittel benötigt einen Plan, um den neuen Alltag mit dem Überangebot an Freizeit zu gestalten. Wichtig ist es, Aktivitäten mit der Familie und mit Freunden zu finden, die Spaß machen, auf die man sich freut. Auch neue Herausforderungen, ein Ehrenamt oder ein Hobby, bereichern den Alltag. Wenn mit zunehmendem Alter das eine oder andere Zipperlein hinzu kommt, alles nicht mehr so geht wie früher, sollte man sein Leben dennoch so gut es geht aktiv gestalten – eben nur anders.

    Viele Pensionäre leiden unter Depression

    Aber viele Pensionäre schaffen das nicht, fallen nach einiger Zeit in ein "tiefes Loch" und erkranken an einer Depression. Dann ist es wichtig zu wissen, dass es Hilfe gibt. "Wir beobachten sowohl in unserer Klinik in Haina als auch in unserer Ambulanz und Tagesklinik in Korbach, dass immer mehr Menschen aus dieser Altersgruppe zu uns kommen. Oft reichen eine ambulante Behandlung der Depression und eine Lebensberatung völlig aus, damit Patienten wieder Fuß fassen. Auch die Aktivitäten unserer Ergotherapeuten wirken oft wie ein Wunder, wenn depressive Menschen erfahren, welchen Spaß es macht mit Anderen angemessenen Sport zu treiben oder zu singen und zu tanzen. Durch das Gruppenerleben und die Animation entdecken viele Patienten, was eigentlich noch in ihnen steckt. Und das stärkt die Selbstheilungskräfte und bringt wieder Perspektive in den Alltag", erklärt Dr. Rolf Speier, Ärztlicher Direktor der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina.

    Altersdepression lässt sich gut behandeln

    Nicht selten sind ältere Menschen aber auch sehr hoffnungslos und sperren sich gegen jede Form der Aktivierung. In einer solchen Phase kann auch Selbstmordgefahr bestehen. Dann ist es ganz wichtig, dass Ärzte und Therapeuten behutsam und einfühlsam den Patienten an eine Behandlung seiner Depression heran führen. Von zentraler Bedeutung ist hier auch die Zusammenarbeit mit den Angehörigen, die durch die Erkrankung oft überfordert sind. Sie erhalten Tipps, wie sie mit dem Erkrankten umgehen sollten.



    Dr. Rolf Speier erklärt: "Eine Altersdepression ist sehr gut behandelbar – sowohl ambulant und teilstationär als auch stationär. Das therapeutische Spektrum umfasst unter anderem Psychotherapie, Lebensberatung, Aktivierung, medikamentöse Behandlung und Ergotherapie. Auch im Alter lassen sich noch Lust am Leben und Perspektive aufbauen. Eine Altersdepression ist kein Grund zur Verzweiflung."
    Und für alle, die ihren Ruhestand noch vor sich haben, empfiehlt der Ärztliche Direktor der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina: "Setzen Sie sich frühzeitig mit Ihrem bevorstehenden Ruhestand auseinander. Mit Beginn dieses neuen Lebensabschnitts sollten Sie auch Ihren Lebensstil verändern. Machen Sie Pläne, wie Sie die freie Zeit entsprechend Ihrer körperlichen Verfassung gestalten. Dann wird aus dem wohlverdienten Ruhestand auch kein Alptraum." (nh)

    Quelle: HNA vom 20.01.2010

     

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