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Vitos feiert 25 Jahre Heilpädagogische Einrichtungen

04.09.2014

Vitos feiert 25 Jahre Heilpädagogische Einrichtungen

 

Kassel, 4. September 2014 - Mit einem Festakt beging Vitos heute das 25-jährige Jubiläum seiner Heilpädagogischen Einrichtungen (HPE) für Menschen mit geistiger Behinderung im Ständehaus in Kassel.

 

Uwe Brückmann, Landesdirektor des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (LWV Hessen) und Aufsichtsratsvorsitzender der Vitos GmbH, würdigte die Arbeit der Vitos HPE in seinem Grußwort: „Den Heilpädagogischen Einrichtungen ist es gelungen, dem Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner eine neue Perspektive zu geben. Sie bieten den Menschen Sicherheit, Geborgenheit sowie die Möglichkeit, ihre individuellen Neigungen und Gewohnheiten zu leben und sich weiter zu entwickeln. Das ist gelebte Inklusion“.

 

Reinhard Belling, Geschäftsführer der Vitos GmbH, lobte die erfolgreiche Arbeit in den heilpädagogischen Einrichtungen, aber man dürfe jetzt nicht nur zurückblicken. „Mit Blick nach vorn müssen wir unsere Heilpädagogischen Einrichtungen weiterentwickeln. Wir sind auf dem Weg, sie zu einem kompetenten und leistungsstarken Dienstleistungsunternehmen zu machen. Damit sollen sie auch in Zukunft die immer anspruchsvoller und individueller werdenden Anforderungen seitens der Klienten und Kostenträger erfüllen können“.

 

Deshalb plant Vitos, die Heilpädagogischen Einrichtungen in einer eigenständigen Gesellschaft zusammenzufassen. Damit will man Synergien erzielen und vor allem eine gemeinsame Basis für die zukünftigen Aufgaben schaffen.

 

Geschichte

Am 1. Januar 1989 gründete der LWV Hessen fünf heilpädagogische Heimeinrichtungen an den Standorten Bad Emstal, Haina, Herborn, Riedstadt und Weilmünster.

 

Menschen mit zum Teil schweren geistigen und mehrfachen Behinderungen oder mit besonders herausforderndem Verhalten sollten nicht länger hospitalisiert werden. Sie wurden bis dahin oft über viele Jahre hinweg in den psychiatrischen Krankenhäusern des LWV Hessen gepflegt und betreut.

 

Ziel war es, ihnen eine neue Wohn- und Lebensperspektive zu geben. In den nächsten 10 bis 15 Jahren sollten sie in ihre Heimatregionen reintegriert werden. Danach sollten sich die Heilpädagogischen Einrichtungen wieder selbst auflösen.

 

Freigemeinnützige und private Träger bauten in der Folgezeit in vielen Landesteilen ihre Angebote für geistig behinderte Menschen aus. Das Versorgungsangebot der Heilpädagogischen Einrichtungen wurde aber weiterhin in Anspruch genommen, sodass sie 1996 schließlich auch auf politischer Ebene als Dauereinrichtungen anerkannt wurden.

 

Inklusion

Inzwischen sind die HPE in die Unternehmensstruktur von Vitos integriert. Sie leisten als Betriebsstätten der jeweiligen Gesellschaften einen zeitgemäßen Beitrag, um Personen mit markanten Unterstützungsbedarfen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

 

Feier mit Bewohnern

Zu dem Festakt waren zahlreiche politische Vertreter aus allen Landesteilen ebenso wie Vertreter der Organisationen der Behindertenhilfe zur Feierstunde gekommen. Irmgard Gaertner-Fichtner war eigens aus Bremen angereist. Sie hatte seinerzeit als Landesdirektorin des LWV Hessen die Herauslösung der sogenannten Geistig-Behinderten-Bereiche aus den psychiatrischen Krankenhäusern initiiert.

 

Die Veranstaltung war vor allem auch von den zahlreich angereisten Bewohnern und Mitarbeitern geprägt. Mit Tanzvorführungen, Schwarzlichttheater und einer Ausstellung vieler künstlerischer Exponate aus den Tagesförderstätten trugen sie zu einer kurzweiligen und aufschlussreichen Veranstaltung bei. Kulinarisches, Musik und ein lebhafter Austausch, auch nach Ende des Festakts, ließen die Teilnehmer noch lange verweilen.

 

 

 

Hintergrund

 

Die Vitos Haina gemeinnützige GmbH organisiert die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der Vitos Heilpädagogischen Einrichtungen. Vitos Haina fußt auf der Stiftung des „Hohen Hopitals“ im Jahre 1533 durch Landgraf Philipp den Großmütigen. Seitdem besteht die Vitos Haina gemeinnützige GmbH ununterbrochen als psychiatrische Einrichtung in der Region. Sie betreibt heute ein Fachkrankenhaus zur Behandlung aller psychiatrischen Krankheitsbilder des Erwachsenenalters mit angegliederten teilstationären und ambulanten Angeboten, zwei Wohnheime sowie eine Klinik für forensische Psychiatrie. Sie beschäftigt 1.300 Mitarbeiter an den Standorten Haina, Gießen und Korbach.

 

Die Vitos GmbH ist die strategische Managementholding von zwölf gemeinnützigen Unternehmen. Alleingesellschafter ist der Landeswohlfahrtsverband Hessen. Die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in psychiatrischen, psychosomatischen und forensisch-psychiatrischen Kliniken ist Kernaufgabe des Konzerns. Mit 3.357 Betten/Plätzen ist Vitos in Hessen größter Anbieter für die ambulante, teil- und vollstationäre Behandlung psychisch kranker Menschen.

 

Etwa 9.400 Mitarbeiter erwirtschaften jährlich einen Gesamterlös von rund 560 Mio. Euro. Sie behandeln 33.000 Patienten stationär bzw. teilstationär und 170.000 Patienten ambulant. Vitos ist in Hessen an 60 Standorten vertreten. In den Vitos Einrichtungen für Menschen mit geistiger bzw. seelischer Behinderung sowie der sozialpädagogischen Jugendhilfe stehen insgesamt 2.044 Plätze bereit. Die Fachkliniken für Neurologie und Orthopädie haben gemeinsam 305 Betten.